Zu klein heißt kalte Dusche, zu groß heißt Dauerverluste. Wie Sie Speichergröße und Temperatur richtig wählen – und was beim Legionellenschutz zählt.
Der Warmwasserspeicher ist eines der Bauteile, bei dem sich Fehler direkt im Alltag bemerkbar machen – und gleichzeitig eines, bei dem still und leise Energie verloren geht.
Wie groß muss der Speicher sein?
Als Faustwert gelten 30 bis 50 Liter pro Person im Haushalt. Ein Vier-Personen-Haushalt liegt damit bei 150 bis 200 Litern. Entscheidend ist aber weniger die reine Literzahl als die Nachheizleistung: Ein 200-Liter-Speicher mit kräftigem Wärmetauscher ist im Alltag komfortabler als ein 300-Liter-Speicher, der zwei Stunden zum Nachheizen braucht.
Wärmepumpe? Dann größer denken
Wärmepumpen liefern niedrigere Temperaturen und arbeiten am effizientesten, wenn sie langsam und lange laden. Hier sind größere Speicher mit großflächigen Wärmetauschern sinnvoll – Frischwasserstationen sind eine gute Alternative, weil sie das Trinkwasser erst im Moment der Entnahme erwärmen.
Die richtige Temperatur
60 Grad am Speicheraustritt sind der Referenzwert. Darunter steigt das Legionellenrisiko, darüber steigen Verluste und Kalkausfall deutlich. In Anlagen mit mehr als 400 Litern Speicher oder mehr als drei Litern Inhalt in der Leitung zwischen Erzeuger und Entnahmestelle gelten die Vorgaben des DVGW-Arbeitsblatts W 551 – dort ist der 60-Grad-Betrieb keine Empfehlung, sondern Regel.
Zirkulation: Komfort mit Preisschild
Eine dauerhaft laufende Zirkulationspumpe kann jährlich mehrere hundert Kilowattstunden verbrauchen und den Speicher permanent auskühlen. Sinnvoll ist eine Zeitsteuerung, die morgens und abends läuft, oder eine Anforderung per Taster. Ganz abschalten sollte man sie in größeren Anlagen aus Hygienegründen nicht.
Die Opferanode: das vergessene Verschleißteil
Emaillierte Speicher haben eine Magnesiumanode, die den Behälter vor Korrosion schützt. Sie verbraucht sich und sollte alle zwei Jahre kontrolliert werden. Ist sie aufgebraucht, rostet der Speicher – und der Austausch kostet ein Vielfaches der Anode.
Verkalkung erkennen
Bei hartem Wasser, wie es in weiten Teilen der Region üblich ist, setzt sich Kalk am Wärmetauscher ab. Symptome: längere Aufheizzeiten, geringere Zapfmenge, Geräusche beim Laden. Eine Speicherreinigung im Zuge der Wartung verlängert die Lebensdauer erheblich.
Unser Wartungspaket Warmwasser umfasst Anodenprüfung, Speicherspülung, Temperaturkontrolle und Einstellung der Zirkulation. Sprechen Sie uns an.
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