Sonntagstipp: die fünf häufigsten Heizfehler in deutschen Haushalten
2 Min. Lesezeit Adria Meisterbetrieb

Fünf Gewohnheiten, die jedes Jahr Geld kosten – und fünf einfache Alternativen, die sofort funktionieren.

Manche Heizgewohnheiten halten sich hartnäckig, obwohl sie messbar Geld kosten. Fünf davon begegnen uns in fast jedem Haushalt.

Fehler 1: Thermostat auf 5 stellen, damit es schneller warm wird

Das Ventil ist kein Gaspedal. Auf Stufe 5 wird der Raum nicht schneller warm, sondern nur wärmer als gewollt – und meistens merkt man es erst, wenn es zu heiß ist. Stellen Sie die gewünschte Stufe direkt ein: Stufe 3 entspricht rund 20 Grad, jede Stufe etwa 3 bis 4 Grad Unterschied.

Fehler 2: Türen zwischen unterschiedlich warmen Räumen offen lassen

Warme, feuchte Luft aus dem Wohnzimmer wandert ins kühle Schlafzimmer und kondensiert dort an den Außenwänden. Das ist der klassische Weg zu Schimmel in der Zimmerecke. Türen zwischen unterschiedlich temperierten Räumen bleiben zu.

Fehler 3: Nachts alles komplett abdrehen

Eine Absenkung um 3 bis 5 Grad ist sinnvoll. Ein komplettes Auskühlen dagegen bedeutet, dass Wände und Möbel morgens erst wieder aufgeheizt werden müssen – das kostet oft mehr, als die Nacht gespart hat. Bei Fußbodenheizungen und Wärmepumpen gilt: gar nicht oder nur minimal absenken.

Fehler 4: Kippfenster im Winter

Ein dauerhaft gekipptes Fenster tauscht kaum Luft, kühlt aber die Laibung dauerhaft aus. Drei- bis viermal täglich fünf Minuten komplett öffnen, idealerweise mit Durchzug, tauscht die Luft vollständig – und die Wände bleiben warm.

Fehler 5: Heizkörper zustellen und verkleiden

Sofa davor, Vorhang darüber, Verkleidung drumherum: In Summe gehen leicht 15 Prozent der Heizleistung verloren, weil die Konvektion behindert wird. Zusätzlich misst das Thermostat einen Wärmestau und schließt zu früh, sodass der Rest des Raums kalt bleibt.

Und ein Bonus-Tipp

Prüfen Sie einmal die Raumtemperatur mit einem Thermometer in Raummitte, 1,50 Meter über dem Boden. Viele Haushalte heizen ein bis zwei Grad wärmer, als sie glauben – und jedes Grad kostet rund sechs Prozent Energie.

Sie haben trotz allem kalte Räume? Dann liegt es meist nicht am Verhalten, sondern an der Hydraulik. Wir schauen uns das an.

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