Thermostatventile tauschen: 40 Euro pro Raum, die sich schnell rechnen
2 Min. Lesezeit Adria Meisterbetrieb

Alte Thermostatköpfe regeln ungenau und kosten dauerhaft Energie. Der Tausch ist eine der günstigsten Maßnahmen mit sofort spürbarer Wirkung.

Thermostatventile sind die unscheinbarsten Bauteile der Heizungsanlage – und gleichzeitig die, die am längsten unbeachtet vor sich hin altern. Nach 15 bis 20 Jahren regeln sie ungenau, reagieren träge und schließen nicht mehr richtig. Das kostet jedes Jahr Geld.

Woran Sie einen verschlissenen Thermostatkopf erkennen

Der Raum wird deutlich wärmer als eingestellt. Der Heizkörper bleibt warm, obwohl das Ventil zu ist. Der Regelbereich fühlt sich schwammig an – zwischen Stufe 3 und 5 passiert kaum etwas. Oder der Stift klemmt komplett und der Heizkörper bleibt kalt.

Was moderne Thermostatköpfe besser machen

Aktuelle Modelle regeln mit einer Hysterese von unter einem Kelvin statt der zwei bis drei Kelvin älterer Köpfe. Das klingt wenig, bedeutet aber in der Praxis: weniger Überheizen, gleichmäßigere Raumtemperatur, geringerer Verbrauch. Realistisch sind fünf bis zehn Prozent Einsparung bei sehr alten Ventilen.

Programmierbar oder nicht?

Programmierbare Thermostate lohnen sich in Räumen mit klarem Nutzungsrhythmus – Schlafzimmer, Büro, Bad. Im Wohnzimmer, das ohnehin den ganzen Tag genutzt wird, bringen sie wenig. Smarte Thermostate mit App-Anbindung sind komfortabel, sparen aber nicht automatisch mehr als gute mechanische Köpfe, wenn die Anlage nicht abgeglichen ist.

Voreinstellbare Ventile: der wichtigere Teil

Der Thermostatkopf ist nur die halbe Miete. Darunter sitzt das Ventilunterteil. Ist es nicht voreinstellbar, lässt sich kein hydraulischer Abgleich durchführen. Wer ohnehin tauscht, sollte prüfen lassen, ob das Unterteil voreinstellbar ist – der Austausch erfordert das Entleeren des Heizkreises und lohnt sich am besten gebündelt.

Die häufigsten Montagefehler

Thermostatkopf senkrecht nach unten hinter einer Verkleidung montiert: Er misst dann die Wärme des Heizkörpers statt die des Raums und schließt zu früh. Vorhang über dem Kopf: gleicher Effekt. Und: Nach dem Aufsetzen muss der Kopf auf Maximum stehen, sonst wird das Ventil beim Anziehen falsch eingespannt.

Selbst machen oder machen lassen?

Den reinen Kopftausch schafft jeder mit einer Wasserpumpenzange – das System muss dafür nicht entleert werden. Sobald das Ventilunterteil betroffen ist, wird es eine Fachaufgabe. Und der hydraulische Abgleich, der aus dem Tausch erst eine echte Sparmaßnahme macht, ohnehin.

Praktischer Vorschlag: Wir tauschen im Rahmen der Heizungswartung gleich die verschlissenen Köpfe mit und führen auf Wunsch den hydraulischen Abgleich durch. Ein Termin statt drei.

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