Geplatzte Leitungen entstehen im Winter, verhindert werden sie im Herbst. Die wichtigsten Maßnahmen für Außenleitungen, Keller und Ferienhäuser.
Ein Rohrbruch durch Frost ist einer der teuersten Schäden am Haus – und einer der am einfachsten zu verhindernden. Der Aufwand dafür liegt bei einem Nachmittag im September.
Außenzapfstellen entleeren
Der Klassiker. Innenliegendes Absperrventil schließen, Außenhahn öffnen und geöffnet lassen, damit Restwasser ablaufen und sich ausdehnen kann. Wer nur das Innenventil schließt und den Außenhahn zudreht, hat weiterhin Wasser im Rohr – und genau dort platzt es.
Frostsichere Außenarmaturen mit rückwärtiger Entleerung erledigen das automatisch, sofern der Schlauch abgenommen wird. Bleibt der Schlauch dran, funktioniert die Entleerung nicht.
Gartenleitungen und Bewässerung
Erdverlegte Bewässerungsleitungen sollten abgesperrt und – wo vorgesehen – ausgeblasen werden. Regentonnen leeren, Pumpen ins Frostfreie.
Leitungen in unbeheizten Bereichen dämmen
Garagen, Dachböden, unbeheizte Keller und Außenwände sind die kritischen Stellen. Dämmschalen aus dem Baumarkt kosten wenige Euro pro Meter und lösen das Problem. Bei besonders exponierten Leitungen ist ein selbstregelndes Heizband die sichere Variante.
Heizung nie ganz abschalten
Auch in selten genutzten Räumen sollte die Temperatur nicht unter 5 Grad fallen. Frostschutzstellung am Thermostat – meist das Schneeflockensymbol – ist genau dafür da. Wichtig: Wenn Sie über den Winter verreisen, die Heizung nicht abschalten, sondern auf niedrige Grundtemperatur stellen.
Bei längerer Abwesenheit
Hauptabsperrventil schließen und die Leitungen entleeren, wenn das Haus mehrere Wochen leer steht und nicht beheizt wird. Zusätzlich: Jemanden bitten, alle paar Tage nachzusehen. Viele Gebäudeversicherungen setzen genau das voraus – ohne Kontrolle kann der Versicherungsschutz bei Frostschäden entfallen.
Und wenn es doch passiert?
Sofort Hauptabsperrhahn schließen, Strom im betroffenen Bereich abschalten, Wasser aufnehmen, fotografieren und die Versicherung informieren. Eine eingefrorene, aber noch nicht geplatzte Leitung niemals mit offener Flamme auftauen – langsam mit warmen Tüchern oder Heißluft, und Zapfstelle dabei offen lassen.
Sie wissen nicht, wo Ihr Hauptabsperrhahn ist? Dann ist das die wichtigste Aufgabe dieser Woche. Wir zeigen es Ihnen gern beim nächsten Termin – und beschriften es gleich.
Persönliche Beratung gewünscht?
Wir sind Ihr Meisterbetrieb für Sanitär, Heizung und Klima in Waiblingen, Stuttgart und dem Rems-Murr-Kreis – kostenlos und unverbindlich.