Der September ist der ideale Monat für den Heizungscheck: Die Anlage steht still, Termine sind noch frei und kleine Defekte lassen sich in Ruhe beheben.
Der erste kalte Morgen kommt in Waiblingen zuverlässig Ende September – und mit ihm der Moment, in dem die Heizung zum ersten Mal seit Monaten wieder gefordert wird. Wer bis dahin wartet, steht im Zweifel in der Warteschlange. Im September dagegen sind Termine frei, Ersatzteile lieferbar und Sie haben Zeit für vernünftige Entscheidungen statt für Notlösungen.
1. Wasserdruck prüfen
Werfen Sie einen Blick auf das Manometer am Kessel. Bei Einfamilienhäusern liegt der Ruhedruck üblicherweise zwischen 1,0 und 2,0 bar. Fällt der Druck immer wieder ab, gibt es irgendwo eine Undichtigkeit oder das Ausdehnungsgefäß hat keinen Vordruck mehr. Beides gehört geprüft, bevor die Anlage unter Volllast läuft.
2. Heizkörper entlüften
Gluckern die Heizkörper oder bleibt der obere Bereich kalt, ist Luft im System. Entlüften Sie von unten nach oben durch das Haus und füllen Sie danach den Druck wieder auf. Wichtig: Nach dem Entlüften noch einmal das Manometer kontrollieren.
3. Thermostatventile gangbar machen
Ventile, die den Sommer über auf einer Position standen, sitzen gerne fest. Drehen Sie jedes Ventil einmal ganz auf und wieder zu. Klemmt der Stift, hilft oft leichtes Klopfen – wenn nicht, ist der Ventilkopf fällig. Ein festsitzendes Ventil kann einen ganzen Raum kalt lassen.
4. Vorlauftemperatur und Heizkurve kontrollieren
Viele Anlagen laufen mit werksseitig eingestellten Heizkurven, die deutlich zu hoch sind. Jedes Grad weniger Vorlauftemperatur spart rund zwei Prozent Energie. Die Kurve sollte zum Gebäude passen, nicht zum Auslieferungszustand.
5. Umwälzpumpe ansehen
Läuft noch eine ungeregelte Altpumpe, verbraucht sie im Jahr leicht 500 bis 800 Kilowattstunden Strom. Eine Hocheffizienzpumpe kommt mit einem Bruchteil aus und amortisiert sich meist in zwei bis drei Jahren.
6. Filter und Schmutzfänger reinigen
Verstopfte Schmutzfänger sind eine der häufigsten Ursachen für schlechte Wärmeverteilung. Die Reinigung dauert Minuten, wird aber fast nie gemacht.
7. Abgasweg und Sicherheitseinrichtungen prüfen
Bei Gas- und Ölheizungen gehören Abgaswerte, Dichtheit und Sicherheitsventil in Fachhände. Der Schornsteinfeger prüft nur einen Teil davon – die eigentliche Wartung ersetzt das nicht.
8. Dämmung der Heizungsrohre kontrollieren
Ungedämmte Rohre im Keller verlieren pro Meter und Jahr rund 10 bis 20 Kilowattstunden. Fehlende oder gerissene Dämmschalen sind schnell und günstig ersetzt und gehören ohnehin zu den Pflichten aus dem Gebäudeenergiegesetz.
9. Warmwasser und Speichertemperatur
Der Speicher sollte mindestens einmal täglich auf 60 Grad kommen – das ist der wirksamste Schutz vor Legionellen. Gleichzeitig muss die Zirkulation zeitlich begrenzt sein, sonst heizen Sie rund um die Uhr Rohrleitungen.
10. Hydraulischen Abgleich einplanen
Wenn einzelne Räume nie richtig warm werden, während andere überhitzen, fehlt der hydraulische Abgleich. Er ist bei größeren Gebäuden ohnehin Pflicht, wird gefördert und senkt den Verbrauch spürbar.
Was Sie selbst machen können – und was nicht
Entlüften, Druck prüfen, Ventile gangbar machen und Rohrdämmung kontrollieren sind Aufgaben für Eigentümer. Alles, was Brenner, Abgasweg, Gasleitung oder Elektrik betrifft, gehört in Fachhände. Nicht aus Prinzip, sondern weil dort Fehler teuer und im Zweifel gefährlich sind.
Unser Angebot: Wir prüfen Ihre Heizung im Rahmen einer Wartung komplett durch, dokumentieren die Messwerte und sagen Ihnen ehrlich, was jetzt nötig ist und was warten kann. Rufen Sie uns an – im September bekommen Sie noch einen Wunschtermin.
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