Gluckernde Heizkörper und ungleichmäßige Wärme sind Anzeichen für Luft im System. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Heizung richtig entlüften.
Luft in der Heizung ist ein häufiges Problem, das zu höherem Energieverbrauch und kalten Heizkörpern führt. Zum Glück lässt es sich leicht selbst beheben.
Warum muss überhaupt entlüftet werden?
Im Laufe der Zeit sammelt sich Luft im Heizkreislauf an - durch minimale Undichtigkeiten, beim Auffüllen oder durch chemische Reaktionen. Die Luftblasen sammeln sich an den höchsten Punkten, also in den Heizkörpern. Wasser kann nicht mehr vollständig zirkulieren, der Heizkörper wird nicht mehr richtig warm. Die Heizung muss mehr arbeiten - Energieverschwendung!
Anzeichen für Luft in der Heizung
Gluckernde, blubbernde Geräusche in den Heizkörpern. Heizkörper werden nur teilweise warm (oben kalt, unten warm). Heizung braucht lange, um warm zu werden. Einzelne Heizkörper bleiben komplett kalt, obwohl das Thermostat aufgedreht ist. Höherer Energieverbrauch trotz gleicher Nutzung.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Vorbereitung: Entlüftungsschlüssel besorgen (Baumarkt, 2 Euro), altes Handtuch und einen Becher bereitlegen. Heizungspumpe ausschalten (oder bei modernen Anlagen: nur warten bis Pumpe 30 Min. nicht lief). Alle Thermostate voll aufdrehen und 30 Minuten warten.
2. Heizung entlüften: Mit dem untersten Stockwerk beginnen. Entlüftungsventil mit dem Schlüssel langsam (eine Viertelumdrehung) öffnen. Handtuch darunter halten. Erst kommt Luft mit Zischen, dann Luft-Wasser-Gemisch, dann nur Wasser. Wenn nur noch Wasser kommt: Ventil schließen. Nächsten Heizkörper im Raum machen, dann nächstes Stockwerk.
3. Heizungsdruck prüfen: Nach dem Entlüften ist weniger Wasser im System. Manometer an der Heizungsanlage kontrollieren (sollte zwischen 1,0 und 2,0 bar liegen). Bei Bedarf Wasser nachfüllen - aber Anleitung beachten oder Fachmann rufen.
Wie oft muss entlüftet werden?
Optimal: Einmal jährlich vor der Heizsaison im September/Oktober. Bei Problemen auch während der Saison. Moderne Heizungen haben oft automatische Entlüfter - aber auch die können mal Probleme machen.
Wasser nachfüllen - aber richtig
Viele Heizungen haben einen Füllschlauch und einen Ablasshahn. Wichtig: Nicht zu viel Wasser (Druck steigt, Sicherheitsventil kann ansprechen), nicht zu wenig (Heizung läuft nicht richtig). Optimal: 1,5-2,0 bar. Bei Unsicherheit lieber Fachmann rufen - falsches Nachfüllen kann Schäden verursachen.
Besonderheiten bei Fußbodenheizung
Fußbodenheizungen haben viele Heizkreise, die alle einzeln entlüftet werden müssen. Das ist komplizierter als bei Heizkörpern. Hier empfehlen wir, einen Fachmann zu rufen, der auch gleich den hydraulischen Abgleich prüft.
Wenn Entlüften nicht hilft
Problem bleibt: Rufen Sie uns. Mögliche Ursachen: Defekte Heizungspumpe, falscher hydraulischer Abgleich, Ventildefekt am Heizkörper, zu niedriger Wasserdruck im System, Luft kommt ständig nach (undichte Stelle). Wir finden die Ursache und beheben sie dauerhaft.
Tipp: Automatische Entlüfter nachrüsten
Für Heizkörper, die häufig entlüftet werden müssen, gibt es automatische Entlüfter. Die ersetzen das manuelle Ventil und lassen Luft automatisch entweichen. Kosten: 10-20 Euro pro Stück, Montage in 5 Minuten. Besonders sinnvoll in obersten Stockwerken.
Unser Wartungsservice: Im Rahmen unserer Heizungswartung entlüften wir alle Heizkörper, prüfen den Druck, füllen bei Bedarf nach und kontrollieren alle Ventile. So starten Sie optimal in die Heizsaison!
Persönliche Beratung gewünscht?
Wir sind Ihr Meisterbetrieb für Sanitär, Heizung und Klima in Waiblingen, Stuttgart und dem Rems-Murr-Kreis – kostenlos und unverbindlich.